Der Internationale Frauentag

Ein Dankeschön an allen Frauen, die ihre Angehörigen Pflegen

Blumen für den Frauentag

 

Weil heute der internationale Frauentag ist, möchte ich ein paar Zeilen über diesen doch so besonderen Tag schreiben, und all die Frauen denken, die in früheren Zeiten für sich und ihre Rechte auf die Straße gingen um zu demonstrieren.

Auch denke ich an all die Frauen, die aufopferungsvoll für ihre Angehörigen eine Stütze sind.

Ich als Behinderter bin meiner Frau sehr dankbar, dass sie mir in vielen Bereichen eine so liebevolle Stütze ist. Denn was wäre ich ohne sie? Was wären wir Männer ohne unsere Frauen?

Der Internationale Frauentag

Der Internationale Frauentag ist inzwischen als selbstverständlich in das kollektive Gedächtnis der deutschen Bevölkerung aufgenommen worden.
Aber das gilt nicht nur für Deutschland: In 26 Ländern der Erde ist der Internationale Frauentag ein gesetzlicher Feiertag.

Etwas zur Geschichte des Frauentages

Am 19. März 1911 begann auch in unserem Land die Geschichte des Internationalen Frauentages. Über eine Million Frauen gingen an diesem Tag für ihre Staatsbürgerinnenrechte zum Demonstrieren. Das Recht auf Mitbestimmung und das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung waren damals das zentrale Anliegen.

Sechs Jahre später, am 8. März 1917, demonstrierten in Sankt Petersburg Textilarbeiterinnen für bessere Arbeitsbedingungen. 90.000 Menschen streikten. Seitdem findet am 8. März der Internationale Frauentag statt. Er wurde Aktionstag der Frauenbewegung, und zahlreiche frauenpolitische Themen wurden aufgegriffen.

Heute, 100 Jahre später, können die Frauen mit Stolz sagen: Viel ist erreicht.
Frauen dürfen seit 1918 wählen, haben Zugang zur Bildung, sie dürfen Vereine gründen, eigenständig Verträge abschließen und ihren Arbeitsplatz ohne Einwilligung des Ehemannes aussuchen.

Hartnäckig haben Frauen es geschafft, fünf entscheidende Wörter ins Grundgesetz zu bringen: Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

Ja, auf dem Papier sind Frauen mit den Männern Gleichberechtigt. Aber in der Realität sieht das leider so aus:

Frauen und die Realität

Der durchschnittliche Stundenlohn der Frauen in der Bundesrepublik liegt 24 % unter dem der Männer.

Zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnsektor sind weiblich.
42 % der Alleinerziehenden sind auf Hartz IV angewiesen.

In Stuttgart gibt es 12.000 Haushalte Alleinerziehender mit etwa 16.000 Kindern. Von allen Stuttgarter Kindern leben ca. 13.000 Kinder in Hartz IV – Abhängigkeit.
Besonders gering sind Aufstiegschancen der Frauen in der Wirtschaft. Nur etwa 0,2% aller weiblichen Erwerbstätigen schaffen es in die Chefetagen von Unternehmen.

Etwa 15 % der Frauen sind von Altersarmut gefährdet.

Diese vielfach oft subtilen Diskriminierungen gilt es zu bekämpfen.

Der Internationale Frauentag hat seine Wichtigkeit daher nicht verloren und wird weiterhin jährlich begangen.

Berthold Knabe

 

 

 

 

Euer
Berthold

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